Junghanns: Betriebe nicht drangsalieren

CDU lud zu Diskussionsabend bei Francotyp Postalia / Gewerbe-Netzwerk f├╝r Birkenwerder angek├╝ndigt

Francotyp Postalia war k├╝rzlich mehrfach in den Schlagzeilen. ÔÇ×Ein richtig guter OrtÔÇť f├╝r ein Gespr├Ąch ├╝ber sein Fach, lobte Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU).
Entgegen dem Trend sank in Brandenburg die aktuelle Arbeitslosenzahl. Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns bedankte sich daf├╝r am Dienstagabend im Speisesaal von Francotyp Postalia (FP) in Birkenwerder bei den Unternehmern. Diese Worte waren nicht zuletzt auf den Frankier- und Kuvertiermaschinenhersteller gem├╝nzt. F├╝r FP war erst im August ein Standortsicherungspaket geschn├╝rt worden. Im Interesse einer zweij├Ąhrigen Arbeitsplatzgarantie nahmen Belegschaft und F├╝hrungskr├Ąfte Einkommenseinbu├čen in Kauf. Ein Drittel der 380 Besch├Ąftigten stamme aus Birkenwerder, erfuhren die Zuh├Ârer, die den Saal nicht ann├Ąhernd f├╝llen konnten.
Ausdr├╝cklich sah der Minister mit Blick auf die Arbeitslosenzahlen davon ab, ÔÇ×die Sache zu positiv darzustellenÔÇť. Es gebe auch Insolvenzen. Doch er dr├╝ckte seine Hoffnung aus, dass daraus ÔÇ×keine Klassenk├Ąmpfe zwischen Arbeitgebern und ArbeitnehmernÔÇť stilisiert w├╝rden. Im Vordergrund stehe das gemeinsame Interesse ÔÇô der Erhalt von Stellen. Allerdings sei auch die CDU f├╝r begrenzte Manager-Geh├Ąlter ÔÇô ohne diese jedoch festlegen zu wollen. Und auch f├╝r Mindestl├Âhne trete die CDU ein ÔÇô ohne diese jedoch fl├Ąchendeckend per Gesetz zu verordnen. ÔÇ×Ein Mehr an Regelungen darf nicht mit einer Einschr├Ąnkung unternehmerischer Freiheit und einer Drangsalierung von Unternehmen einhergehenÔÇť, betonte Junghanns. Er riet dazu, trotzt der Krise in Ausbildung und Produktentwicklung zu investieren, schnell auf Ver├Ąnderungen des Marktes zu reagieren und eine alternative Energieversorgung im Blick zu behalten. Gerade letzteres sei ausgesprochen wichtig: ÔÇ×Daf├╝r geben wir auch Hilfestellung.ÔÇť
638 Gewerbetreibende z├Ąhlt Birkenwerder bei 7500 Einwohnern, sagte Moderator Thomas Luhn. CDU-Ortsvorsitzende Marion Kinzinger hatte deshalb die Gr├╝ndung eines Netzwerkes angek├╝ndigt. Viele Unternehmen f├╝hlten sich im Stich gelassen, auch von der Gemeinde. Eine Fragestunde der G├Ąste bot Gelegenheit f├╝r B├╝rgermeisterkandidat Norbert Hagen, sich und seine Ziele vorzustellen. Der Unabh├Ąngige bekommt Unterst├╝tzung von der CDU, die erkl├Ąrterma├čen und Kompetenz und Pers├Ânlichkeit setzt, statt auf ein Parteibuch.
Mit Versprechen bez├╝glich des FP-Werkbusses hielt sich Norbert Hagen zur├╝ck. Schlie├člich sei die Gemeinde finanziell nicht gerade ├╝ppig ausgestattet. Einen Kompromissvorschlag richtet FP-Finanzvorstand Hans Szymanski an den Kandidaten: ÔÇ×Sie k├╝mmern sich um eine bessere Busanbindung zur S-Bahn und wir arbeiten daran, das wir vielleicht irgendwann Gewerbesteuer zahlen k├Ânnen.ÔÇť

Quelle: M├Ąrkische Allgemeine