Gemeindeentwicklungskonzept

Unsere Gemeinde braucht ein ganzheitliches Entwicklungskonzept, um die Stellung in der Region zu erreichen, die sie erreichen kann und dass zudem von einer möglichst breiten Schicht der BĂŒrgerschaft, der Gewerbetreibenden, der Fraktionen im Parlament sowie der VerbĂ€nde und Vereine getragen wird. Dieses Ziel vor Augen galt es,  geeignete Maßnahmen einzuleiten. Auf Initiative meiner Fraktion und auf der Grundlage der im Ortsentwicklungsausschuss gefĂŒhrten Diskussionen wurde im Januar dieses Jahres ein integriertes Gemeindeentwicklungskonzept auf den Weg gebracht. Zwischenzeitlich ist der erste Schritt des Konzeptes weitestgehend abgeschlossen. Die Öffentlichkeit wurde daran intensiv beteiligt,  und voraussichtlich bis Ende  August  wird ein erstes Konzept vorliegen. Weitere auf Umsetzung orientierte Schritte können auf dieser Basis ab September diesen Jahres erfolgen. Die Inhalte des Konzeptes möchte ich an dieser Stelle nicht wiederholen, diese Informationen stehen Ihnen auf der Internetseite der Gemeinde umfĂ€nglich zur VerfĂŒgung.

Der Antrag lautete:
GrundsĂ€tze und Leitbilder der kĂŒnftigen Gemeindeentwicklung und insbesondere die Revitalisierung des Ortszentrums
Beschlusstext:
Zur StÀrkung, Weiterentwicklung und Revitalisierung des Ortszentrums wird beschlossen:

  1. Die Entwicklung des Ortszentrums als multifunktionaler Mittelpunkt des Ortes mit zentraler Wahrnehmung von vielfÀltigen Aufgaben hat höchste PrioritÀt bei Planungen und Investitionen.
  2. Die bisherigen Überlegungen und Entwicklungsausrichtungen zum Ortszentrum sind unter dem Gesichtspunkten der kĂŒnftigen Aufgabenwahrnehmungen kritisch zu werten und neu auszurichten.Hierzu zĂ€hlen insbesondere:
    • StĂ€rkung und Ansiedlung von Dienstleistung und Handel
    • Ansiedlung von Kleingewerbe, insbesondere Gastronomie
    • Qualitative und quantitative Verbesserung des Angebotes an Parkraum
    • Konzentration von Kulturangeboten privater und öffentlicher Natur
    • Gestaltung der LandschaftsrĂ€ume im Zentrum
    • Senioren- und Vereinsbebetreuung
    • touristische Angebote
    • Freizeit- und Sportangebote

    Diese Aufstellung ist nicht abschließend und stellt keine Rangfolge dar.

  3. Das rĂ€umliche Betrachtungsgebiet umfasst den Bereich von der evangelischen Kirche bis zum Bahnhof. Aus der Konzeptions- bzw. Aufarbeitungsphase (siehe Nr.4) können im Nachgang Teilplanungsbereiche ergeben. Dabei sind sowohl die bauliche Nutzung der GrundstĂŒcke, als auch die funktionale Entwicklung fĂŒr das Ortszentrum zu betrachten.
  4. Diese stĂ€dtebaulichen Entwicklungsoptionen und Nutzungen sind in Varianten darzustellen. Die bisherigen Planungen und Konzeptionen fĂŒr diesen Bereich sind dabei kritisch zu wĂŒrdigen und ggf. anzupassen. Die Konzeptions- bzw. Aufarbeitungsphase ist bis Ende Juni 2009 abzuschließen.
  5. Der Beschluss Nr.50/367/08 zum SportstĂ€ttenkonzept (Fußball) Ortsmitte von Birkenwerder, wird bis zum Ende Juni 2009 ausgesetzt. Da Zielkonflikte der zu planenden Ortsmitte mit der derzeitigen FlĂ€chennutzung als Fußballplatz zu erwarten sind, ist parallel ein Planungsverfahren zu beginnen, um eine angemessene Alternativlösung fĂŒr den Sport bieten zu können.

BegrĂŒndung:
In den 1990er Jahren wurden Leitbilder zur Ortsentwicklung als Basis von Planungen und Investitionen beschlossen. Hierzu gehört auch ein Ortsrahmenplan aus dem Jahre 2003.
Diese beschlossenen Richtlinien wurden bisher nicht 100%ig umgesetzt (z. B. stĂ€dtebauliches Konzept „Hauptstraße aus 11/96, SportstĂ€ttenkonzept aus 11/96) bzw. nicht beachtet (Aussagen Ortsrahmenplan 2003). Im Ergebnis liegt die Entwicklung des Ortszentrum derzeit brach. Die bisher umgesetzten AnsĂ€tze haben nicht zu einer Belebung des Ortszentrums gefĂŒhrt. Der vorliegende Einwohnerantrag zwingt die Gemeindevertretung sich mit dem Thema Ortsentwicklung zu befassen. Es ist beabsichtigt das Ortszentrum nachhaltig zu beleben um dem eingesetzten „HĂ€ndlersterben“ entschieden entgegen zu wirken. Das Ortszentrum soll einer vielschichtigen Zentrumsfunktion, auch und insbesondere einer gesellschaftlichen und kulturellen Zentrumsfunktion, möglichst zeitnah gerecht werden. Die Belange des GrĂŒnordnungsplanes sind zu berĂŒcksichtigen um eine intensive Verbindung des Zentrums zu dem vorhandenen ortsinneren GrĂŒn herzustellen.