Fortschreibung des Bedarfsplans fĂŒr die Kinderbetreuung in der Gemeinde Birkenwerder

Antrag der CDU/FWT-Fraktion zur Sitzung der Gemeindevertreterversammlung Birkenwerder am 16. Juli 2009

Beschlussvorschlag:

Die Gemeindevertreterversammlung beauftragt die Verwaltung, den bestehenden Bedarfsplan aus dem Jahr 2006 (Zeitraum 2006 bis 2010) fĂŒr die Kinderbetreuung in der Gemeinde Birkenwerder vorzeitig fortzuschreiben.

BegrĂŒndung:

In der Haushaltssatzung 2009 wird die KapazitÀt aller Kinderbetreuungseinrichtungen mit 519 PlÀtzen angegeben und gleichzeitig mit Stichtag 01.01.2009 die Anzahl der in diesen Einrichtungen angemeldeten Kinder ebenfalls mit 519 benannt.

Laut Bedarfsplan waren mit Stichtag 01.12.2005 die drei KindertagesstÀtten mit insgesamt 268 Kindern und der Hort mit 140 Kindern belegt. Laut Haushaltssatzung 2009 waren per Stichtag 01.01.09 in den drei KindertagesstÀtten 334 Kinder und im Hort 185 Kinder angemeldet. Somit ist innerhalb von drei Jahren ein Zuwachs bei den KindertagesstÀtten um rund 25 % und beim Hort  von  rund  32 % zu verzeichnen.

Aufgrund der vorliegenden aktuellen Zahlen ist festzustellen, dass entgegen der Feststellungen des Bedarfsplans 2006 fĂŒr die Kinderbetreuung in der Gemeinde Birkenwerder ein Bedarf fĂŒr die Errichtung einer weiteren KindertagesstĂ€tte grundsĂ€tzlich nicht ausgeschlossen werden kann und daher insgesamt eine neue strategische Ausrichtung zu den Betreuungsmöglichkeiten fĂŒr Kinder in der Altersstufe 0-6 Jahre zu erarbeiten ist.

Hinzu kommt, dass ab Januar 2013 fĂŒr jedes Kleinkind ab dem ersten Lebensjahr ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kita oder bei  einer Tagesmutter besteht. Durch den Rechtsanspruch ab 2013 wird voraussichtlich der Bedarf an KapazitĂ€ten auch in Birkenwerder steigen.

Damit auch in Zukunft der Bedarf fĂŒr die ErfĂŒllung des Rechtsanspruches auf Kinderbetreuung in komunalen Einrichtung gewĂ€hrleistet werden kann, sollte der bestehende Bedarfsplan vorzeitig fortgeschrieben werden. Um eine hinreichend große Planungssicherheit fĂŒr die Zukunft zu haben, ist es unabdingbar die entsprechenden quantitativen Zahlen und vor allem die Struktur dieser Zahlen der vergangenen Jahre aufzubereiten und einer qualifizierten Zukunftsprognose gegenĂŒber zu stellen. Die Prognose sollte dabei unbedingt differenziert die AbhĂ€ngigkeit der prognostizierten Zahlen von den Zuzugszahlen herausarbeiten, da zu vermuten ist, dass hier wesentliche AbhĂ€ngigkeiten bestehen.

Norbert Hagen
Fraktionsvorsitzender