Zum Strassenausbau in Birkenwerder

„Chancen, Risiken und Nebenwirkungen ausloten“

Die Gemeindeverwaltung Birkenwerder hat die von dem Ortsentwickungsausschuss-Vorsitzenden Norbert Hagen geforderte Fortschreibung und Aktualisierung des Verkehrsentwicklungskonzeptes(VEK 2009) an die Abgeordneten der Fraktionen ausgehĂ€ndigt. Sie sind aufgefordert, sich bis Ende der Sommerpause mit dem von dem PlanungsbĂŒro „Masterplan“ aus Berlin erstellten Papier auseinanderzusetzen. Die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungskonzeptes aus 2003 war notwendig geworden, weil aktuelle Entwicklungen und Tendenzen unberĂŒcksichtigt waren. Die BĂŒrgerinitiative (BI) „Sinnvoller Straßenbau“ hat sich vorgenommen, sich aktiv in die Verkehrsentwicklung einzubringen, deutlich ĂŒber den ursprĂŒnglichen Wirkungskreis der eigenen Straßen hinaus. Ein kleiner, aber fĂŒr die Straßenanlieger nicht unwichtiger Teil des Verkehrsentwicklungskonzeptes ist die Empfehlung fĂŒr den Ausbau bisher unbefestigter Straßen – sowohl in Hinsicht auf den zu wĂ€hlenden Ausbaustandard als auch hinsichtlich der zeitlichen Folge.

Die derzeitige Abfolge des geplanten Straßenausbaus orientiert sich im Wesentlichen noch an dem Verkehrsentwicklungskonzept aus dem Jahre 2003. Um nun nicht rein planerisch vorzugehen, ohne die Meinung der BĂŒrgerschaft – insbesondere der betroffenen Anlieger – zu kennen, hatten der Vorsitzende des Ortsentwicklungsausschusses Norbert Hagen im Juni des Jahres eine Fragenbogenaktion von nicht ausgebauten Straßen vorgenommen. Hier hatte sich gezeigt, dass es abweichend von der derzeitigen PrioritĂ€tenliste durchaus Interesse an einem sinnvollen Straßenausbau gibt. So kam der Kontakt zwischen den Anliegern des Weidenweges und der BI zustande. Die BI hat am 21. Juli gemeinsam mit Herrn Hagen im Ruderclub Birkenwerder eine erste Veranstaltung mit interessierten Anliegern durchgefĂŒhrt. In der mit 34 Personen gut besuchten Veranstaltung ging es in erster Linie darum, den betroffenen Anliegern die Möglichkeiten des öffentlichen Straßenbaus, aber auch die „Risiken und Nebenwirkungen“ zu erlĂ€utern. Gut zwei Drittel der Anwesenden waren fĂŒr einen möglichst sofortigen Ausbau ihrer Straße. Um ĂŒber die AusfĂŒhrungsart abzustimmen, lagen Listen aus, da AnwohnerwĂŒnsche BerĂŒcksichtigung finden sollten. Nun soll die Zeit bis zur nĂ€chsten Erörterung des VEK in der Ortsentwicklungsausschusssitzung am 25. August genutzt werden, um die Verwaltung auf die schlechten verkehrlichen ZustĂ€nde im Weidenweg aufmerksam zu machen.
Rudi M. LĂ€ufer
BĂŒrgerinitiative „Sinnvoller Straßebau“

Quelle: MĂ€rkische Allgemeine