Norbert Hagen ist der vierte Kandidat

CDU unterstĂĽtzt parteilosen Bewerber

 Norbert Hagen machte gestern seine Kandidatur für die Wahl zum neuen Bürgermeister von Birkenwerder am 27. September offiziell. Wie der 50-jährige Vermessungsingenieur informiert, ist seine Unterstützer-Liste voll. Hagen geht als unabhängiger Kandidat ins Rennen, der sich jedoch der Unterstützung der CDU sicher sein kann.
Die Christdemokraten hatten auf ihrer Mitgliederversammlung beschlossen, keinen eigenen Kandidaten aufzustellen, sondern Hagen zur Seite zu stehen. „Wir machen ernst damit, dass Kompetenz und Persönlichkeit wichtiger sein sollten, als Parteikarrieren“, so der frühere Ortsverbandsvorsitzende Christopher Speer.
Die Christdemokraten sehen in Hagen einen kompetenten Mann, der im Vorjahr als parteiloser auf der Liste der CDU in die Gemeindevertretung gewählt worden war. Es habe als Vorsitzender des Ortsentwicklungsausschusses und Vorsitzender der Fraktion CDU/Feuerwehrtreff frischen Wind ins Gemeindeparlament geblasen“. Die CDU schätzt an Hagen, dass er auf die Menschen zugehen und ihnen zuhören kann, ihre Probleme erkennt und neue Ideen einbringt. „Es ist für die Gemeinde ein Glücksfall“, urteilt Speer.
„Freunde und Bürger forderten mich auf, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren“, berichtet Hagen. Nach zeitlichem Überlegen und der Zustimmung seiner Familie (Hagen ist Vater von sechs Kindern) habe er sich nunmehr dazu entschlossen.
Hagen sieht sich selber weniger als „Politiker“, sondern eher als „Praktiker“. Er lebt und arbeitet seit gut anderthalb Jahrzehnten mit seiner Familie in Birkenwerder. „Gerne und dankbar“ wie er sagt. Menschlichkeit und Verlässlichkeit sind ihm in der Politik ebenso wichtig wie Erfahrungen und Kompetenz sowie klare Ziele. „Die Aufwertung der Gemeinde als Gartenstadt vor den Toren Berlins mit hohen Niveau an Versorgung und Erholung ist die beste Voraussetzung für ein lebens- und liebenswertes Gemeinwesen“ formuliert Hagen seinen Anspruch. Birkenwerder bietet gute Voraussetzungen, zu einem attraktiven Anziehungspunkt für die Region zu werden. Insbesondere im Hinblick auf die Naherholung.
Familie, Jugend und Senioren, Ortsentwicklung, Bildung, Umwelt, Natur und Wirtschaft sowie eine solide schuldenfreie Haushaltspolitik sieht Hagen als weitere Schwerpunkte. Auf dem Weg dorthin sollte das Rathaus zu einem modernen Dienstleistungszentrum fĂĽr die BĂĽrger entwickelt werden.
Bislang haben Henrik Lehmann (SPD),  Bärbel Lange (Die Linke) und Gunda Hübschmann (Bürgerbündnis) ihre Kandidatur bekanntgegeben. (Helga Gerth)

Quelle: Märkische Allgemeine