Neustart fĂŒr den Sportplatzbau

Ausschussmitglieder in Birkenwerder besinnen sich auf Standort Summter Straße

„Eine Bauvoranfrage wurde positiv beschieden.“ Mit diesen Worten brachte Norbert Hagen am Dienstagabend im Ortsentwicklungsausschuss der Gemeinde Birkenwerder den Stein erneut ins Rollen. „Wir dĂŒrften, wenn wir wollten, an der Summter Straße eine Sportanlage bauen“, sagte der Ausschussvorsitzende und Fraktionschef von CDU/Feuerwehrtreff. Voraussetzung sei natĂŒrlich noch die Bebauungsplanung. Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt, einen diesbezĂŒglichen Beschluss der Gemeindevertretung vorzubereiten.
Dies beinhaltet, die bestehende Beschlusslage vom MĂ€rz 2008 zu revidieren. Die sieht nĂ€mlich vor, den Sportplatzstandort am Rathaus fĂŒr mindestens zehn Jahre festzuschreiben, um einen Trainingsplatz zu erweitern und das ehemalige Wasserwerk zum Sportlerheim auszubauen. Nach einem Einwohnerantrag waren diese PlĂ€ne bis Juli dieses Jahres auf Eis gelegt worden. Geld indes ist fĂŒr das Jahr 2010 eingeplant.
Doch so leicht lĂ€sst sich der Schalter nicht umlegen. Fraktionsvorsitzender Werner Lindenberg (BĂŒrger fĂŒr Birkenwerder/FDP) monierte, dass der Standort neben der bestehenden Kreissportanlage zu wenig Platz biete. Auch Georg Klein (BĂŒrgerbĂŒndnis) stellte den Standort in Frage und verwies stattdessen auf das MĂŒhlenfeld, da es nur dort Entwicklungspotenziale gĂ€be. Ein weiterer Einwand von ihm bezog sich auf den zu rodenden Wald.
Dessen drohender Verlust hatte bereits in der Vergangenheit zu Protesten gefĂŒhrt. Insbesondere, da viele Bewohner der Umgebung mit Blick auf die nahe Autobahn 10 nicht auf die LĂ€rmschutzwirkung der BĂ€ume verzichten wollen.
Die Anforderungen an den neuen Standort, ohne ihn zu bewerten, formulierten in der Sitzung Marita Bauer von der Abteilung Leichtathletik des SV „GrĂŒn-Weiß“ sowie Uwe Linz, 2. Vorsitzender des BBC 08. „Wir brauchen Nebenanlagen, eine Weitsprunganlage sowie eine Laufbahn“, sagte Marita Bauer. Damit seien die BedĂŒrfnisse der gegenwĂ€rtig 106 Athleten befriedigt. Neben dem großartigen Platz des Landkreises an der Summter Straße werde auch der Sportplatz der Pestalozzigrundschule genutzt. Von einem dritten Trainingsstandort riet die Trainerin ab. Das ĂŒberfordere die Kinder – immerhin zu einem Viertel GrundschĂŒler. Außerdem mĂŒsse an deren Sicherheit gedacht werden, da viele selbststĂ€ndig unterwegs seien.

Quelle: Helge Treichel, MĂ€rkische Allgemeine