Schule und Hort brauchen mehr Platz

Norbert Hagen drĂŒckt die Schulbank

Norbert Hagen drĂŒckt die Schulbank

Sozialausschuss Birkenwerder besucht Klassenzimmer

Wie die Kinder benahmen sich am Montagabend die Mitglieder des Sozialausschusses in Birkenwerder. Kein Wunder: Die Lokalpolitiker nahmen artig Platz im Klassenraum einer sechsten  Klasse der integrativ-kooperativen Pestalozzi-Grundschule. Die Rolle der Lehrerin ĂŒbernahm dabei die Ausschuss-Vorsitzende BĂ€rbel Lange (Linke). Als Gastdozent trat Schulleiter Uwe Stapel auf.

Und damit war dann Schluss mit lustig. Stapel stellte kurz seine Schule, die mehr als 500 Kinder besuchen, vor. Dabei wurde schnell deutlich, dass die Grundschule aus allen NĂ€hten platzt. Es fehlt an FachrĂ€umen und an Klassenzimmern. Deshalb will die Gemeinde den im vergangenen Jahr eröffneten Gymnastikraum aufstocken. Finanziert werden soll die Maßnahme, die mit der energetischen Sanierung des GebĂ€udes einhergehen soll, mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II. Eine Entscheidung darĂŒber ist aber noch nicht gefallen.

Auch im benachbarten Hort gibt es Platzprobleme. Der Bewegungsraum wurde schon vor langer Zeit zugunsten eines Gruppenraumes aufgegeben. Sogar auf eine zentrale Garderobe wird verzichtet, um mehr Platz fĂŒr die ĂŒber 180 Hort-Kinder zu haben. „Im nĂ€chsten Schuljahr haben wir mindestens 210 Kinder“, sagt Hort-Leiterin Beate Schulz. Die Betreuung mĂŒsste dann in der Schule stattfinden.

Ansonsten geben es keine grĂ¶ĂŸeren Probleme, sagte Stapel den Ausschussmitgliedern. Als kleinere Sorgen bezeichnet der Schulleiter das Fehlen der Pappeln an der SĂŒd-Seite seiner Schule. Am Vormittag seinen die Klassenzimmer in der prallen Sonne. “Wir lassen dann die TĂŒren auf, um den Hitzestau abzufangen“, schildert Stapel den Schulalltag im Sommer.

Das Mittagsband der verlĂ€sslichen Halbtagsschule, die ab dem kommenden Jahr alle SchulanfĂ€nger in der flexiblen Eingangsstufe aufnimmt, funktioniere dank vieler Kooperationspartner sehr gut. Eine Ausweitung der Angebote sei aber zurzeit nicht möglich. „Wir suchen Leute, die den Kindern attraktive Angebote machen können, haben aber gleichzeitig keine RĂ€ume dafĂŒr“, schildert Stapel das Dilemma.

Quelle: Oranienburger Generalanzeiger