Die Meinung der Betroffenen ist gefragt

Norbert Hagen diskutiert die Fragebogenaktion

Norbert Hagen diskutiert die Fragebogenaktion
Größere Resonanz erhofft
Ein „gesundes Anfangsmisstrauen“ registrierte Gemeindevertreter Norbert Hagen bei den Bewohnern unausgebauter Straßen in Birkenwerder. Gemeinsam mit der Gemeindevertretung hat der Vorsitzende des Ortsentwicklungsausschusses Ende April an zirka 600 Haushalte einen Fragebogen verschickt. Die Betroffenen werden darin nach ihren Grundvorstellungen zum Zeitpunkt sowie zur Art und Weise eines möglichen Straßenausbaus befragt. Themenbereiche: Fahrbahn, Gehweg, Beleuchtung, Begrünung, Zufahrten sowie Grundstücksentwässerung. Bislang seien nicht nur recht wenige Rückmeldungen eingegangen, sondern die bisherigen Befragungsteilnehmer hätten sich überwiegend auch gegen einen zeitnahen Straßenausbau ausgesprochen. Das sagte Norbert Hagen gestern, nachdem er gut 100 ausgefüllte Fragbögen „quergelesen“ hatte. Ein anderes Bild zeichne sich lediglich in zwei Straßen in der Niederheide ab.
Vom Rücklauf zeigte sich Hagen etwas enttäuscht. „Wir sehen die Aktivitäten nämlich als Bürgerbeteiligung an“, sagte er. Und jede Antwort bringe die Planung ein Stückchen näher an die betroffenen Einwohner heran. Bei etwaigen Fragen stehe er deshalb auch gern persönlich zur Verfügung. Anlass für die Umfrage war ein Beschluss der Gemeindevertretung Anfang April, wonach der kommunale Kostenanteil am Anliegerstraßenausbau auf 20 Prozent verdoppelt wurde. Die Grundstückseigentümer zahlen künftig noch 80 Prozent. Hagen: „Gleichwohl stellt der Straßenbau nach wie vor eine erhebliche Belastung dar. Deshalb ist es wichtig, die Betroffenen so früh wie möglich in die Entwicklung des Straßenbaukonzeptes, also das Aufstellen der so genannten Prioritätenliste, einzubeziehen“. Mit der Prioritätenliste werde die Abfolge der Maßnahmen festgelegt. Der Ausschussvorsitzende ruft alle Angeschriebenen auf, den Fragebogen noch auszufüllen.
Quelle: Märkische Allgemeine