Artikel vom September, 2007

Initiative ergriffen

Anwohner wollen – und dĂŒrfen – ihre Straße ausbauen

Per Grundsatzbeschluss machen die Gemeindevertreter am Donnerstagabend einstimmig den Weg frei fĂŒr privat finanzierten Straßenbau. Parallel wurde die Verwaltung beauftragt, fĂŒr den jeweiligen Einzelfall die ModalitĂ€ten zu prĂŒfen und die Maßnahmen zu begleiten. „Wir wissen, was nun zu tun ist“, sagte KĂ€mmerer Hartmut Petter mit Blick auf die Rathausmannschaft. Die Gemeinde mĂŒsse den Ausbau begleiten, da sie nach Fertigstellung den Unterhalt ĂŒbernimmt, sagt Bauamtsleiterin Gudrun Hingst. FĂŒr die klare Entscheidung gab es Beifall aus dem Publikum. Zu Gast waren an diesem Abend vor allem Anwohner der Straße Am Mönchberg. Von den 43 Anliegern seien nur zwei oder drei „nicht begeistert“ von der Privatinitiative zum Straßenausbau, sagte Anwohner Norbert Hagen. In Form einer Erschließungsgesellschaft soll der Ausbau zĂŒgig auf den Weg gebracht werden. Es geben bereits eine Vorplanung und ein Konto fĂŒr die Finanzierung, sagte Hagen und beteuerte: „Was wir vorhaben ist kein Abenteuer“. Denn der Auftrag werde nur ausgelöst, wenn die Finanzierung zu 100 Prozent gesichert ist und die komplette Bausumme bereitliegt. Es wĂ€re allerdings schön, so Hagen, wenn die Gemeinde auf Basis der bestehenden Straßenbaubeitragssatzung den 90-prozentigen Kostenanteil von den „Nicht-Begeisterten“ per Bescheid eintreibt – Möglichkeiten der Stundung und Ratenzahlung inklusive. Den zehnprozentigen Gemeindeanteil ĂŒbernehme die Privatgemeinschaft, sicherte Hagen zu.
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